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„Willkommen im UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal“

Am 28. Juni 2002 erklärte die UNESCO das Obere Mittelrheintal zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz -und dazwischen Boppard an der großen Rheinschleife- zum Welterbe.

Es ist die einzige Kulturlandschaft der Bundesrepublik Deutschland, die die UNESCO bisher in die Liste der Welterbestätten aufgenommen hat. Ausschlaggebend war die über Jahrhunderte einzigartige Umgestaltung des Tales durch Menschenhand: Mehr als 2.000 ha Weinbergterrassen in Steilstlagen, von denen heute noch ein Viertel in Bewirtschaftung ist; 28 Burgen und Schlösser in einer Dichte wie nirgendwo sonst auf der Welt; und nicht zuletzt die große Bedeutung der Wegeverbindung vom Süden in den Norden Europas.

Der Rheinromantiker Heinrich von Kleist hat es auf den Punkt gebracht: „Das ist eine Gegend wie ein Dichtertraum, und die üppigste Fantasie kann nichts Schöneres erdenken, als dieses Tal, das sich bald öffnet, bald schließt, bald blüht, bald öde ist, bald lacht, bald erschreckt.“

So trägt Boppard nicht nur mit seinen kostbaren Baudenkmälern zum Reichtum dieser unvergleichlichen Region bei. Zwischen den Trockenmauern der Weinterrassen, auf den Streuobstwiesen und ausgedehnten, naturnahen Wäldern der Umgebung breitet sich eine faszinierende Artenvielfalt in Fauna und Flora aus. Im Bopparder Hamm lebt die Smaragdeidechse, die sich ansonsten nur im Mittelmeerraum wohlfühlt. Und mit der Bopparder Schleifenblume „Iberis Boppardensis“ gibt es hier sogar eine Blumenart, die sonst nirgendwo auf der Welt anzutreffen ist.